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Unistellar eVscope eQuinox

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Modell eingestellt, Datenblatt verschwunden: Unistellar veröffentlicht keine einzige technische Angabe mehr zum eVscope eQuinox der ersten Generation von 2021. Sämtliche Werte auf dieser Seite stammen aus der Fachpresse und aus archivierten Händlerdatenblättern — keiner davon vom Hersteller. Seine Besonderheit lässt sich in einem Satz sagen: Es ist das eVscope derselben Zeit, nur ohne elektronisches Okular, und damit deutlich günstiger und ausschließlich für die Beobachtung am Bildschirm gedacht.

Achtung: keiner dieser Werte stammt von Unistellar

Das ist der wichtigste Punkt dieser Seite, und er gehört vor die Zahlen. Unistellar hat sämtliche technische Dokumentation zum eQuinox der ersten Generation von der Website entfernt. Es gibt keine aktive Herstellerseite mehr zu diesem Modell: Das Feld «Herstellerquelle» bleibt hier bewusst leer und wird es auch bleiben.

Die hier aufgeführten Daten wurden aus Tests der Fachpresse und aus archivierten Händlerdatenblättern rekonstruiert. Sie sind in sich stimmig, wurden von Unistellar aber nie bestätigt, und zwei davon widersprechen sich je nach Quelle offen:

  • Öffnungsverhältnis: f/3,9 oder f/4? B&H nennt f/3,9, Astronomy Now verwendet f/4. Der Unterschied ist in der Praxis vernachlässigbar, aber real, und wir entscheiden ihn nicht: Diese Seite führt f/4 als den häufiger genannten Wert, wohl wissend, dass f/3,9 ebenso im Umlauf ist.
  • Öffnung: 114 mm angegeben, 110 mm gemessen. Die 114 mm sind der vom eVscope übernommene Marketingwert. Astronomy Now hat am Gerät nachgemessen und 110 mm nutzbaren Durchmesser ermittelt. Vier Millimeter weniger bedeuten rund 7 % weniger Sammelfläche: in der Praxis nicht wahrnehmbar, aber gut zu wissen, wenn man Datenblätter Zeile für Zeile vergleicht.

Überall dort, wo nie etwas veröffentlicht wurde, steht hier «nicht veröffentlicht», statt einen ungeprüften Wert abzuschreiben. Das betrifft den Einführungspreis, die Filter, den Mosaikmodus und das Mosaikfeld.

Das Fazit in drei Zeilen

Das eQuinox der ersten Generation ist ein 114-mm-Newton mit f/4 und 450 mm Brennweite, kombiniert mit einem Sony-Exmor-IMX224-Farbsensor mit 1,2 Mpx. Das sind exakt Optik und Sensor des eVscope derselben Zeit, mit einem Unterschied, der alles verändert: Es gibt kein elektronisches Okular. Beobachtet wird ausschließlich auf Smartphone oder Tablet, und bis zu zehn Geräte können sich gleichzeitig verbinden. Dafür kostete das eQuinox deutlich weniger, stand auf einer Doppelgabel statt auf dem einfachen Arm des eVscope und hielt zwölf statt neun Stunden am Akku durch.

Das eQuinox der ersten Generation passt zu Ihnen, wenn…

  • Sie zu mehreren beobachten und alle zur selben Zeit dasselbe sehen sollen, jeder auf dem eigenen Bildschirm.
  • Sie den günstigsten Einstieg in das Unistellar-Ökosystem auf dem Gebrauchtmarkt suchen und das Okular nicht vermissen.
  • Sie lange Sessions machen: zwölf angegebene Stunden Laufzeit sind eine ganze Nacht ohne externe Stromversorgung.
  • Sie sich mehr für Deep Sky als für Planeten interessieren.
  • Sie ein Gerät ohne Herstellerdokumentation akzeptieren und darauf setzen, dass die App weiter gepflegt wird.

Finger weg, wenn…

  • Ihnen der Blick durchs Okular wichtig ist: genau das entfällt bei diesem Modell.
  • Sie ein offizielles Datenblatt, klaren Herstellersupport oder Garantie wollen: All das gibt es hier nicht mehr.
  • Sie auf Planeten zielen: 450 mm Brennweite und 1,2 Mpx sind dafür nicht gemacht.
  • Sie neu kaufen wollen: Das Modell ist eingestellt, es bleibt nur der Gebrauchtmarkt.

Was es in der Praxis wirklich taugt

Ohne Okular: was das konkret ändert

Das ist der Kern der Sache. Beim eVscope von 2019 erzeugte ein kleiner OLED-Bildschirm in einem Okular die Illusion, «in» das Teleskop zu schauen: eine überzeugende Inszenierung, bei Vorführungen sehr geschätzt, aber immer nur für eine Person zugleich. Das eQuinox streicht dieses Okular und verlagert die gesamte Beobachtung per WLAN in die App.

Die Änderung reicht tiefer, als sie wirkt. Man beugt sich nicht mehr über das Gerät, sondern schaut auf einen Bildschirm in der Hand, sitzend, notfalls im Warmen, einige Meter vom Tubus entfernt. Das Bild ist größer, besser lesbar und vor allem geteilt: Bis zu zehn Geräte können sich gleichzeitig verbinden und dieselbe Aufnahme verfolgen. Für einen öffentlichen Abend, eine Schulklasse oder die Familie ist das erheblich praktischer als eine Schlange vor einem Okular.

Was verloren geht, ist eine Frage des Empfindens: Das Gefühl der direkten Beobachtung verschwindet vollständig. Die einen sehen darin keinerlei Nachteil, die anderen den eigentlichen Kern des astronomischen Erlebnisses. Das ist eine persönliche Vorliebe, kein technischer Mangel — aber sie allein entscheidet über den Kauf.

Deep Sky

Hier ist das Gerät zu Hause. Das Live-Stacking bringt Galaxien, Nebel und Sternhaufen hervor, wo ein klassisches visuelles Instrument gleicher Öffnung nur einen grauen Fleck zeigen würde. Der IMX224 mit 1,2 Mpx ist nach heutigen Maßstäben bescheiden, und das Feld von 27 × 37 Bogenminuten ist eng: Große Nebel passen nicht vollständig ins Bild. Ein Mosaikmodus wurde für dieses Modell nie veröffentlicht, und diese Seite erfindet keinen.

Mond und Planeten

Bei 450 mm Brennweite bleiben die Planeten kleine Scheibchen. Der Mond gelingt ordentlich, mit der üblichen Vorsicht bei der Belichtung. Dafür ist das Gerät nicht gedacht, und kein Test behauptet das Gegenteil.

Zwölf Stunden Laufzeit, Doppelgabel, 64 GB

Drei Punkte, in denen das eQuinox besser dastand als das eVscope derselben Generation: zwölf angegebene Stunden gegenüber neun, eine Doppelgabel statt eines einfachen Arms — also weniger Schwingungen — und 64 GB interner Speicher für die Aufnahmen. Das Ganze wiegt mit Stativ 9 kg: transportabel im Kofferraum, aber kein Rucksackgerät.

Stärken

  • Gemeinsames Beobachten: bis zu zehn Geräte gleichzeitig verbunden, ideal in der Gruppe.
  • Zwölf angegebene Stunden Laufzeit, eine ganze Nacht ohne externe Stromversorgung.
  • Azimutale GoTo-Montierung mit Doppelgabel, stabiler als der einfache Arm des eVscope.
  • 64 GB interner Speicher, GPS und automatische Ausrichtung am Himmel.
  • Kein Abonnement: Die Unistellar-App ist kostenlos.
  • Gebraucht der günstigste Einstieg in das Unistellar-Ökosystem.

Schwächen

  • Kein Herstellerdatenblatt: Alles Veröffentlichte stammt aus Drittquellen.
  • Zwei widersprüchliche Werte je nach Quelle: f/3,9 oder f/4, 114 mm oder 110 mm.
  • Kein elektronisches Okular: ein Ausschlusskriterium für alle, denen die direkte Beobachtung wichtig ist.
  • Sensor mit 1,2 Mpx und enges Feld, weit hinter heutigen Standards.
  • Modell eingestellt: keine Herstellergarantie, Ersatzteile und Support ungewiss.
  • Einführungspreis, Filter und Mosaikmodus nie veröffentlicht: mehrere bewusste Lücken auf dieser Seite.

Im Vergleich zum eVscope derselben Generation

Gleicher Tubus, gleicher Sensor, gleiche Brennweite, gleiche App. Nur drei Unterschiede, und die genügen zur Entscheidung: Das eVscope hat ein elektronisches OLED-Okular, das eQuinox nicht; das eVscope hält neun Stunden am Akku, das eQuinox zwölf; das eVscope steht auf einem einfachen Arm, das eQuinox auf einer Doppelgabel. Damals war der Preisabstand zwischen beiden beträchtlich, und er ging fast vollständig auf dieses Okular zurück. Auf dem Gebrauchtmarkt gilt dieselbe Logik: Wer das Okular nicht vermisst, bekommt mit dem eQuinox dieselben Bilder für weniger Geld.

Was das eQuinox 2 bringt

Der Nachfolger, das eQuinox 2, behält das Prinzip bei — kein Okular, Beobachtung am Bildschirm —, wechselt aber den Sensor: Ein Sony IMX347 mit 6,2 Mpx ersetzt den IMX224 mit 1,2 Mpx. Der Zugewinn an Auflösung ist erheblich, das Feld wächst auf 0,57° × 0,76°, und die Software-Bildbearbeitung hat große Fortschritte gemacht. Die Optik bleibt unverändert: weiterhin ein 114/450-Newton. Wer gebraucht zwischen beiden schwankt: Der Preisabstand rechtfertigt sich über den Sensor, nicht über den Tubus.

Wer ein Okular will, muss zu dem eVscope 2 greifen, das die Optik des eQuinox 2 übernimmt und ein OLED-Okular ergänzt.

Ein gebrauchtes eQuinox kaufen: unter welchen Bedingungen

Ein Gebrauchtgerät bleibt vertretbar, aber unter drei Bedingungen. Erstens der Preis: Er muss deutlich unter dem eines gebrauchten eQuinox 2 liegen, sonst ist der 1,2-Mpx-Sensor nicht zu rechtfertigen. Zweitens der Zustand des Akkus: Er ist das alternde Bauteil, und zwölf im Jahr 2021 angegebene Stunden sind heute keine zwölf Stunden mehr — lassen Sie sich eine ganze Nacht vorführen oder verhandeln Sie entsprechend. Drittens die App: Prüfen Sie vor dem Kauf, dass sich Ihr Telefon mit dem Gerät verbindet und eine vollständige Aufnahme steuert, denn alles läuft darüber und es ist keinerlei Wartungszusage veröffentlicht.

Dazu die übliche optische Kontrolle — sauberer Spiegel, Kollimation, kein Spiel in der Gabel — und fragen Sie nach dem Originalstativ, das zum Lieferumfang gehörte.

Häufige Fragen

Warum steht auf dieser Seite so oft «nicht veröffentlicht»?

Weil Unistellar diese Werte nie veröffentlicht oder inzwischen zurückgezogen hat. Statt eine ungeprüfte Zahl von anderswo abzuschreiben, lassen wir die Lücke sichtbar. Betroffen sind vor allem der Einführungspreis, die integrierten Filter und der Mosaikmodus.

Hat das eQuinox der ersten Generation ein Okular?

Nein, und das ist sein entscheidendes Merkmal. Beobachtet wird ausschließlich per WLAN auf Smartphone oder Tablet über die Unistellar-App. Genau das unterscheidet es vom eVscope derselben Zeit.

Ist ein Abonnement nötig?

Nein. Die Unistellar-App für iOS und Android ist kostenlos, ohne kostenpflichtige Stufe.

114 mm oder 110 mm Öffnung?

Beide Zahlen sind im Umlauf: 114 mm ist der angegebene Wert, 110 mm der von Astronomy Now gemessene. Ohne Herstellerdatenblatt lässt sich das nicht entscheiden. Praktische Folgen hat der Unterschied nicht.

Wie viele Personen können gleichzeitig beobachten?

Bis zu zehn Geräte können sich gleichzeitig per WLAN verbinden und zeigen jeweils dieselbe Aufnahme. Das ist der unmittelbare Vorteil des Verzichts auf das Okular.

OptiktypNewton ohne Okular, Beobachtung über die App
Öffnung114 mm
Brennweite450 mm
Öffnungsverhältnisf/4
SensorSony Exmor IMX224
Auflösung1,2 Mpx
Sichtfeld27 × 37 Bogenminuten
MontierungMotorisierte azimutale GoTo-Montierung, Doppelgabel
Akkulaufzeit12 h
Speicher64 GB
Gewicht9 (inkl. Stativ)
Richtpreis
Mosaik-BildfeldNicht veröffentlicht
ÄquatorialmodusNein
Integrierte FilterNicht veröffentlicht
MosaikNicht veröffentlicht
Stativ enthaltenJa
Abo erforderlichNein — kostenlose Unistellar-App
KonnektivitätWLAN für bis zu 10 Geräte, GPS, iOS- und Android-App
Markteinführung2021
VerfügbarkeitEingestellt
Richtpreis (US)$Nicht veröffentlicht
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Unabhängiger Vergleich. Reihenfolge nach Richtpreis, aufsteigend; die Vergütung hat darauf keinen Einfluss. Methodik und Transparenz